Archiv für Steffen Förster

Die Sonderedition funkt

Dachinstallation auf der ibug

Nachdem uns die Corona Pandemie so einige Termine aus dem Jahresablaufplan gestrichen hat, konnten wir uns nun doch noch auf einigen Kunstfestivals einbringen. Neben den Begehungen, auf denen wir dieses Jahr nur eine kleine Rolle gespielt haben, haben wir unsere Infrastruktur wieder großflächig bei diesjährigen Sonderedition der ibug zum Einsatz.

Die Brache auf der das Festival dieses Jahr stattfindet ist mitten im Herzen von Zwickau. Es handelt sich dabei um den ehemaligen Königlichen Krankenstift. Die Lage sorgte dafür, dass wir von unseren Aktiven in Zwickau, eine direkte Anbindung an den örtlichen Hackerspace, dem z-labor, bekommen konnten. Und so begab sich auch, dass auf der Brache die Anbindung an Freifunk da war, noch bevor es fließendes Trinkwasser aus der Leitung gab. Die Abdeckung erstreckt sich dabei über das ganze Gelände

Wir werden auch bestimmt in nächsten Jahr wieder irgendwo in Sachsen dabei sein, wenn die ibug hoffentlich wieder einigermaßen normal in die nächste Runde geht.

Leichte Lockerungen jetzt auch bei uns

Wir haben jetzt schon seit einiger Zeit unsere Sprechstunde in digitaler Form durchgeführt und uns öfter über Besuch von weiter entfernt lebendenden Freifunkenden erfreut. Nun ist es uns, einige Corona Schutz Verordnungen später, wieder möglich uns physisch zu treffen. Die digitale Sprechtunde bleibt trotzdem erhalten.

Wenn ihr uns also zur Sprechstunde besuchen wollt, so tut dies bitte nur wenn ihr keine Symptome von Covid 19 aufweist. Wenn mehere Besucher gleichzeitig vorbei kommen, werden wir uns auf mehrere Räume verteilen und auch die Fenster geöffnet halten. Eine Mund-Nase-Bedeckung ist zum Besuch nicht erforderlich.

Solltet ihr sonst noch fragen haben schreibt uns gerne eine Mail oder schaut digital vorbei. Die digitale Sprechstunde findet ihr hier: https://meet.chemnitz.freifunk.net/Sprechstunde

Verbunden bleiben in Zeiten von #WirBleibenZuHause

Da wir ja wie schon geschrieben nicht persönlich für euch da sein können, haben wir uns gedanken gemacht, wie man trotzdem eine Sprechstunde anbieten kann. Schon seit langem betreiben wir dazu einen Mumble Server. Mumble ist ein Open Source Programm, dass sich hervoragend zur Nutzung für Audiokonferenzen eignet. Unser Server steht unter dem Hostnamen mumble.chemnitz.freifunk.net zur Verfügung.

Für diejenigen unter euch, die in der vergagenen Woche schon im Homeoffice verbringen mussten und dabei festgestellt haben, dass nur Audio sich nicht wirklich persönlich anfühlt, haben wir auch eine Lösung. Unter https://meet.chemnitz.freifunk.net haben wir das Open Source Videokonferenzsystem Jitsi Meet installiert. Damit ist es nicht nur möglich sich gegenseitig zu sehen, sondern auch per Screenshare sich gegenseitig zu helfen oder etwas zu zeigen.

Die Sprechstunde bieten wir darüber jetzt auch an. Über den Link https://meet.chemnitz.freifunk.net/Sprechstunde gelangt ihr direkt zur Sprechstunde. Am besten funktioniert das mit einem Chromium basierten Browsern oder der Android App, da dort WebRTC am besten unterstützt wird. Wir sehen uns also online.

Mitgliederversammlung hat getagt

Auch dieses Jahr haben wir wieder zu unserer Mitgliederversammlung geladen um anschließend noch mit den Knotenbetreibenden, Vereinsmitgliedern und Freund*innen zusammen zu kommen und zu Grillen.

Auf der Mitgliederversammlung selbst ging es unter anderem um die aktuelle Situation bezüglich unserer Gemeinnützigkeit, die bis jetzt noch nicht vom Finanzamt weiter bearbeitet wurde. Es gibt ja zur Zeit eine Gesetzesinitiative, die Freifunk als einen gemeinnützigen Zweck mit in die Abgabenordnung aufnehmen soll. Wir hatten bereits letztes Jahr nach Konsultation des Finanzamtes Chemnitz Süd eine Änderung unserer Satzung beschlossen, die den Vereinszweck klarer definiert und auch an unsere gelebte Initiative anpasst. Wir hatten da auch schon die Formulierung aus dem uns bekannten Gesetzesentwurf übernommen. Offenbar wird uns das nun zum Verhängnis, da das Finanzamt so lange nicht über unsere weitere Gemeinnützigkeit entscheiden möchte oder kann, wie das Gesetz unterwegs ist. Ein Freistellungsbescheid erlaubt es uns allerdings nur für fünf Jahre Spendenquittungen auszustellen. Diese werden im November um sein, wenn wir bis dahin nichts neues hören.

Unabhängig davon haben wir auch unseren Vorstand neu gewählt und alle Mandatsträger*innen sind auch in ihrem Amt bestätigt worden.

Beim anschließenden Grillabend wurden wieder viele erheiternde Fachgespräche geführt und Pläne geschmiedet das Netz weiter wachsen zu lassen. Dabei kamen auch Knotenbetreibende ins Gespräch, die sich sonst nicht begegnen.

Wir rollen los im ehemaligen Betriebswerk

Ansicht vom Eingangsbereich der Ibug 2019

Wie letztes Jahr auch schon haben wir versucht dem Orgateam der Ibug einen Zugang zum Internet zu verschaffen. Im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren war der Standort dieses Jahr nicht in Chemnitz. Es handelte sich um das ehemalige Bahn Betriebswerk in Reichenbach im Vogtland.

Schon einige Zeit vor der eigentlichen Aufbauphase begann für uns die Planung, was wo und wie gut versorgt werden sollte. Wir nutzten dazu natürlich auch unsere Kontakte in Richtung der Freifunkinitiative im Vogtland. Diese haben in Reichenbach einen guten Draht zu den Stadtwerken, die dort als Internet Service Provider auftreten. Durch die Unterstützung von dieser Seite integrierten wir das Festivalgelände in das bestehende Freifunk Netz in Reichenbach.

Wir konnten schon weit vor der Kreativphase die Versorgung herstellen mit Hilfe des in Reichenbach gut ausgebauten Freifunk Backbones. Erfreulicherweise startete just in der Zeit des Aufbaus mit Freenet Funk ein Provider der LTE ohne Volumenlimit für ein vertretbares Kostenrisiko anbot. Die Anbindung per LTE sollte allerdings nur als sekundärer Uplink dienen.

Während der Kreativphase wuchs das Netz auf dem Veranstaltungsgelände, sodass die Künstlerbetreuung und das Produktionsbüro ebenfalls angebunden waren. Das Netz lief über den gesamten Veranstaltungszeitraum ausreichend schnell für die nötigen Verwaltungstätigkeiten. Durch das Setup vor Ort konnten auch viele Erfahrungen gesammelt werden, wie ein solches Kunstfestival sinnvoll versorgt werden kann. Wir hoffen auch im nächsten Jahr wieder mit dabei zu sein, wenn es die Gegebenheiten vor Ort zulassen.

Ein Zirkus voller Lötzinn

Freifunk Chemnitz Stand auf der Maker Faire 2019

Am vergangenen Wochenende fand zum dritten mal in der Stadthalle die Maker Faire Sachsen statt. Auch wir waren mit von der Partie und sorgten für ein freies WLAN Netz und Antworten auf die Fragen rund um unsere Initiative.

Wie zu erwarten war sah das Publikum hier wesentlich jünger aus, als am vorangegangenen Wochenende. Die Fragen hier gingen meist in die Richtung was wir eigentlich so tun und wie das ganze funktioniert. Viele kannten aber auch unser Projekt oder wollten wissen, ob es so etwas auch in ihrer Nähe gibt. Die Besucher kamen aus dem ganzen Bundesgebiet.

Samstag um 14 Uhr war bei uns am Stand nur noch eine Notbesetzung, da sich auf dem Johannisplatz etwa 500 Menschen um gegen Artikel 13 zu demonstrieren. Da wir etwas gegen jegliche Form von Filtern im Netz haben, war das für uns ein Pflichttermin.

Über das Wochenende verteilt haben wir etwa 40 Gigabyte an Daten in der Stadthalle durchgesetzt. Dabei waren zwischenzeitlich bis zu 100 Geräte gleichzeitig mit unserem Netz vor Ort verbunden. Am Ende der Veranstaltung bedankten sich viele andere Aussteller bei uns für die unkomplizierte Nutzung unseres Netzes. Wir können nur der Haustechnik von C3 danken für ein gut geplantes WLAN-Setup in der Stadthalle und die Möglichkeit dies in unsere Infrastruktur zu integrieren.

Natürlich intelligent

CLT2019 Logo

Dies war das Motto der 21. Auflage der Chemnitzer Linuxtage, welche am letzten Wochenende in der Orangerie auf der Reichenhainer Straße stattfanden. Wie auch in den vergangenen Jahren, waren wir wieder mit einem Stand vertreten und konnten unser Netz über die vorhandene Infrastruktur ausstrahlen.

Die Veranstaltung selbst fühlte sich wie ein Klassentreffen an. Viele der freien Projekte, aber auch die Firmenaussteller, sind regelmäßig da. So verwundert es nicht, dass man sich mittlerweile kennt. Da die Chemnitzer Linuxtage eine echte Institution ist, finden sich auch unter den Besuchern allerhand Menschen aus ganz Deutschland und dem Rest des Globus. So hatten wir an unserem Stand Besuch von einigen anderen Freifunk Initiativen. Mit dabei waren diesmal unter anderem aus Troisdorf, Ingolstadt und Brandenburg an der Havel.

Die zwei Ausstellungstage dienten natürlich auch dazu aufzuklären was eigentlich die Idee hinter Freifunk ist, denn bekannt ist der Name zumindest bei der Zielgruppe der Veranstaltung. So gab es für uns auch ein Dank von Leuten, die regelmäßig auf das Netz angewiesen sind und das nicht nur in unserer Community. Daher sollten sich auch alle anderen Freifunk Initiativen an dieser Stelle bedacht fühlen. Ihr seid großartig.

In der Zeit zwischen den Fragen kamen wir auch noch dazu an der Weiterentwicklung unserer Firmware zu arbeiten. Pünktlich vor dem ersten Ausstellungstag wurde eine neue Version von Gluon veröffentlicht. Diese haben wir prompt zum backen einer neuen experimentellen Firmware genutzt. Sie enthält schon die aktuellsten Funktionen, wie die Auswahl der Domäne (des Ortes) und die Möglichkeit den Standort direkt per Karte zu wählen im Konfigurationsmodus. Während des Wochenendes ist auch experimentelle Gluon Unterstützung für ein neues Routermodell, den TP-Link TL-WR902AC, entstanden. Vielleicht wird daraus ja das nächste Einsteigermodell zum Aufstellen eines eigenen Knotens.

Hainichen funkt mit

Nachdem wir im letzten Jahr auf dem Straßenfest in Flöha eine Anfrage aus Hainichen bekamen, ob wir uns auch dort engagieren wollen, können wir nun Vollzug melden. Auf dem Marktplatz in Hainichen haben wir am Dienstag zusammen mit dem Bürgermeister Dieter Greysinger einen neuen Knoten in Betrieb genommen.

Es waren auch Pressevertreter des Lokalfernsehens, der Freien Presse und der Morgenpost vor Ort. Der Bürgermeister selbst ließ es sich nicht nehmen auch einen längeren Artikel dazu bei Facebook zu schreiben.

Entgegen der Darstellung in den beiden Zeitungen beliefen sich die Hardwarekosten dort auf lediglich 90€ für die Ubiquiti Unifi Mesh AC, die nun am Gästehaus direkt am Markt hängt. Direkt nach der Inbetriebnahme hingen 14 Geräte an dem Router, welcher einen würdigen Nachfolger für die Ubiquiti Picostation M2 darstellt.

Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung in Hainichen war sehr angenehm und wir sind bereits in der Planung für eine Installation am örtlichen Freibad. Das werden wir dann aber zu gegebener Zeit berichten.

Vor Ort steht aktuell ein Internetanschluss zur Verfügung, der nach einem Speedtest etwa 14 Megabit pro Sekunde hergiebt. Das sollte für einige parallele Nutzer reichen, wenn nicht alle gleichzeitig hochauflösende Videos streamen wollen.

Jeder fängt mal an

Wie in den vergangenen Jahren haben wir auch dieses Jahr wieder als Aussteller auf den nunmehr 20. Chemnitzer Linuxtagen teilgenommen. Es fühlte sich an wie ein Klassentreffen.

Wir konnten in diesem Jahr wieder unser Netz auf dem Veranstaltungsgelände mit anbieten und es wurde auch rege von zeitweise über hundert Nutzern in Beschlag genommen.

Vielen Interessenten konnten wir am Stand erklären, warum wir eigentlich gern unser Netz teilen und wie einfach das eigentlich auch zu Hause geht. Wir waren diesmal auch zu viert bei der Standbetreuung, sodass man auch von einer erfolgreichen Nachwuchsgewinnung sprechen kann.

Wir freuen uns jedenfalls schon auf die nächsten Linuxtage.

Am Riedteich wächst es

Vor einiger Zeit ging eine neue Kleingartensparte mit unserem Netz online. Der Kontakt entstand durch einen Artikel im Gartenfreund, der Zeitschrift des Stadtverbandes der Kleingärtner in Chemnitz. Wir begrüßen nun die Kleingartensparte am Riedteich in unserem Netz. Die Herausforderung bei dieser recht kleinen Sparte lag darin, dass es kein Vereinsheim gibt und dadurch auch kein Internetanschluss direkt möglich war.

Auf der anderen Seite eines kleinen Wäldchens liegt die Sparte Drei Schwanen, die bereits durch uns versorgt wird. Der Internetanschluss dort ist allerdings für die etwa 150 Parzellen schon recht knapp dimensioniert. Die 25 Parzellen dort mit anzubinden erschien uns wenig zielführend. Zum Glück hatten wir auf der Riedstraße, also auf der anderen Seite der Sparte bereits einen Knotenbetreiber, der auch einen Outdoorknoten betreiben wollte.

Nach etwas Planung gingen dann der Uplink und zwei weitere Geräte in der Sparte selbst online. Ein nützlicher Nebeneffekt der sich einstellte war ein Mesh, dass sich bis zum Drei Schwanen reicht und den Uplink dort gut entlasten kann. An der Riedstraße steht ein wesentlich stärkerer Anschluss zur Verfügung.